Nam June Paik – Über den Künstler

Hintergrund

Nam June Paik gilt als der Wegbereiter der Videokunst. Seit Anfang der 60er Jahre hat er sich mit diesem Medium als eigenständiger Kunstform beschäftigt und jüngere Künstler in diesem Bereich maßgeblich beeinflußt.

Der ausgebildete Musiker und Theoretiker Paik beginnt nach seinem Kompositionsstudium bereits 1962 mit visueller Elektronik zu arbeiten und zu experimentieren. Paik attackierte die Fernsehgewohnheit des Zuschauers und die Bilderflut eines solchen Mediums.
Die artifizielle Kühle der Elektronik, die Buntheit der Bilder, konstrastieren mit warmen Farben. Paik verknüpft gerne Gegensätze:“Ich liebe die anti-technologische Technologie“.
Die Aufmerksamkeit für das Unscheinbare, Einfache der asiatischen Mentalität steht der technisch perfekten bunten Bilderflut der westlichen Welt gegenüber.
Paik gehört zu den Wegbereitern der Videokunst und Performance und bleibt ein Avantgardist bis über den Tod hinaus. artonnet zeigt eine der seltenen graphischen Arbeiten von ihm.

Biografie

1932 geboren in Seoul / Korea
1950 Ausbruch des Koreakrieges und die Familie flieht nach Tokio
1952 – 56 Studium der Ästhetik, Musik- und Kunstwissenschaft an der Universität Tokio
1956 – 58 Studium der Musikwissenschaft an der Universität München und der Freiburger Musikhochschule
1958 lernt John Cage, amerikanischer Komponist in Darmstadt kennen
1962 Teilnahme an „Fluxus. Internationale Festspiele neuester Musik“ in Wiesbaden – nun bezieht er das Fernsehen in seine Kunst mit ein

Ausstellungen