Keith Sonnier – Über den Künstler

Hintergrund

Der amerikanische Künstler gehört in den 70er Jahren zu den Wegbereitern einer „neuen Skulptur“. Heute zählt er zu den Großen des Kunstmarkts.
Neonröhren werden raumbezogen eingesetzt. In einer Zeit, in der der Minimalismus entsteht, setzt Sonnier auf die sinnliche Komponente von Licht, die er in der Werbeästhetik vorfindet. „Diese Werke aus fluorizierendem Licht und Glas erinnern mich an die Zeit, als ich mit dem Wagen durch Louisiana fuhr, wenn ich spät nachts zurückkam und irgendwo in der Ferne ein beleuchteter Club im Nebel auftauchte.“
Das Licht übernimmt im Werk des Künstlers alle mysteriösen Aufgaben, die mit Energie und Impuls befasst sind.
Eine seiner bedeutendsten Arbeiten in Europa in der Architektur entwickelte Keith Sonnier am Münchner Flughafen 1992. Wer immer die endlos scheinenden Fluchten des Münchner Flughafen entlanggeht, wird von der warmen Farbigkeit seines Werkes “ Lichtweg“ (Nr. 2 und Nr. 3) begleitet. Die Passanten bewegen sich in der Lichtskulptur und können die wechselnden Stimmungen auf ihrem Weg durch das Gebäude erfahren.
Seit Keith Sonnier in den sechziger Jahren Skulpturen zu schaffen begann, bildet diese Möglichkeit, den früher passiven Betrachter als aktiven Benutzer in seine Arbeit einzubeziehen, einen wesentlichen Aspekt seines Schaffens.

Biografie

1941 geboren in Mamou, Louisiana USA
1959-66 Studium an der University of Southwestern Louisiana, Lafayette, in Frankreich und an der Rutgers University, New Brunswick, N.Y.
1972 Teilnahme an der Biennale Venedig und documenta V, Kassel
1975/81 National Endowment for the Arts Grant
lebt und arbeitet in New York

Ausstellungen

1971 Museum of Modern Art, New York
1979 Musée National d’Art Moderne, Centre Pompidou, Paris
Museum Haus Lange, Krefeld
1984 The Hara Museum of Contemporary Art,Tokyo
1989 Hirschhorn Museum, National Gallery, Washington DC
1993 Sprengel Museum Hannover
Kunsthalle Nürnberg
1994 Kunstverein St. Gallen, Kunstmuseum
1999 Kunsthaus Bregenz
1999 Marlborough Gallery, New York
2001 Overbeck-Gesellschaft, Lübeck
Neue Nationalgalerie, Berlin