Alexandra Ranner – Über den Künstler

Hintergrund

Alexandra Ranners Motive sind bislang Interieurs, die Situationen zwischen der austauschbaren Anonymität billiger Hotelzimmer und der unspezifischen Intimität möblierter Appartements zeigen.

Grundlage dieser hier gezeigten Photos sind die Großskulpturen der Künstlerin. Auf Augenhöhe des Betrachters öffnet sich eine Box auf Stelzen, ein Raum masstabgerecht verkleinert. Menschenleer und spärlich möbliert wird der Betrachter zum Voyeristen einer eigenartigen realer Präsenz des Zimmers und völliger Entzogenheit des Lebens. Es sind Bilder unserer Befindlichkeit, die sich beim Betrachter mit einer Fülle von Assoziationen verbinden.

Bei den hier gezeigten, neuen Fotoarbeiten der Künstlerin handelt es sich um Einblicke in Arbeitsmodelle. Sie haben zunächst die Funktion einer Skizze. Die Künstlerin kombiniert verschiedene Interieurelemente bis ein Ensemble entsteht, das sie in verschiedenen Perspektiven beleuchtet, fotografiert.
Für die Entstehung der ausgwählten Editionen wurden die Fotografien am Computer zusätzlich digital aufbereitet. Die Grundlage war hier die Arbeit „Beast“ von 2003.
Alexandra Ranner arbeitet konsequent und konzentriert an ihrem künstlerischen Konzept und wurde mit einer der wichtigsten Auszeichnungen für junge Künstler, dem Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendiums 2003 ausgezeichnet.

Biografie

1967 geboren in Osterhofen
1990 – 94 Studium an den Kunstakademien in München und Karlsruhe
1997 DAAD – Jahresstipendium Lissabon
1997 – 98 Studium an der Ar.Co., Centro de Arte e Comunicacao Visuel. Lissabon
1998 Debütantenpreis BBK, München
1999 HAP-Grieshaber-Preis der VG-Bildkunst, Bonn
Förderpreis der Stadt München
2000 2. Preis H.W.&J.Hector-Kunstpreis, Kunsthalle Mannheim
2001 Bayerischer Staatspreis, München
2002 USA-Stipendium
Karl-Schmidt-Rottluff Stipendiumlebt und arbeitet in München
2003 Lehrauftrag an der Kunstakademie Stuttgart für Bildhauerei/Performance/Video

Ausstellungen

1997 Debütanten 1997, BBK München
„Der Attraktor“, Künstlerwerkstatt Lothringerstraße München
1999 „Der bevorzugte Ort“, Kunstverein Ludwigsburg
Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, Bregenz
Künstlerwerkstatt Lothringerstraße, München
2000 Preisträger H.W.&J.Hector-Kunstpreis, Kunsthalle Mannheim
„Midnight“,Statements Förderkoje Art Basel, Galerie FriedrichUngar
„Mnemosyne“, Encontros de Fotografia, Coimbra / Portugal
2001 „Apreslude“, Galerie FriedrichUngar, München
49. Biennale Venedig, Arsenale
„Mega-Wave“, International Triennale of Contemporary Art / Yokohama / Japan
„Archisculptures“, Kunstverein Hannover
2002 „Guida“, Museum für zeitgenössische Kunst, Bozen
Galerie der Künstler, BBK München
„Time, Space and Architecture“, Mendelsonhaus, Berlin
„Unheim“, Städtehaus Ulm
2003 „Modellierte Wirklichkeiten“, Landesgalerie Linz, Österreich
„Nieman“, Sub 11 München
Karl-Schmid-Rottluff-Stipendium-Ausstellung, Kunsthalle Düsseldorf
„Outlook“, International Art Exhibition Athens
2004 Junge Werkstatt, Akademie der Künste, Berlin
Fellbach KLeinplastik-Triennale, Fellbach/Stuttgart
„DARE,DARE“, Centre de diffusion d’art de Monreal, Kanada